Der Depri-Blog

Depression: (M)ein Erklärungsversuch

Habe wieder einen depressiven Schub bekommen. Der anscheinend dieses Mal nicht so schnell vorbei geht. Es ist jetzt wohl an der Zeit, das Thema Depression schriftlich und fotografisch zu behandeln.

„Aus dem Rahmen gefallen“ Teil 1

So kam ich mir vor, als die Depression mich vor ca. 7 Jahren mit voller Wucht erwischte. Ich passte nicht mehr in meinen alten gesellschaftlichen Rahmen. Geschweige denn in den Beruflichen. Da ging gar nichts mehr. Ich versuchte irgendwie wieder hochzukommen, aber das gelang mir nicht. Alle Eckpunkte meines Lebens waren wie weggebrochen. Was lange positiv für mich erschien, bekam eine negative Sichtweise, da ich plötzlich ausserhalb der ehemaligen Rahmenbedingungen lebte. Ein Leben im Chaos! 

Sehr lange habe ich versucht diese Rahmenbedingungen wieder zu erreichen und mich in diesen einzuordnen. Es ging ja Jahrzehnte lang gut bis,  … bis die Depression kam. Ich musste aber lernen, dass ich diesen Weg wohl nie wieder gehen werde. Das Leben wie ich es vorher geführt habe, wird nie wieder so sein! Es brauchte eine lange Zeit um diese Erkenntnis zu bekommen und noch mehr Zeit, sie zu akzeptieren. Ich arbeite heute noch ein wenig an dieser Thematik. Aber nur noch selten. Die alten Rahmenbedingungen sind noch irgendwo da, aber sie sind es nicht mehr für mich!

depression

P.S. Beim Erstellen des Beitrages mit diesem Foto ist viel Schweiß geflossen. Auch Tränen kamen hoch. Aber es war mir wichtig diese euch mitzuteilen. Es dient zum Verständnis dieser Krankheit. Denn ja, Depression ist eine anerkannte Krankheit.

Wenn es euch nicht zu viel Mühe macht, wäre ich euch dankbar, wenn ihr diesen Beitrag teilen würdet. Danke!

4 Comments

  • Gregor Möbs

    Hallo Hr Dankelmann,
    ich fühle mit Ihnen, dass im Moment nur wenig Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, sich vielleicht unter Ihnen die Erde auf tut und keine Laterne in der Nähe ist um sich festzuklammern. Sie sind sehr feinfühlig, vielleicht sogar hellsichtig. Ich bin mir sicher, Sie nehmen viele Dinge wahr, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Das sieht man in Ihren wunderbaren Bildkompositionen voller Intuition. Ihre Bilder sind so poetisch, einfach toll, mir fehlen immer wieder die Worte im positiven Sinn.
    Ich wünsche Ihne von ganzem Herzen, dass die Melancholie Sie bald wieder etwas los läßt.
    Ihr G. Möbs

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