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Der Rest

Depression: Mit Tränen in den Schlaf.

Mir ging es jetzt lange Zeit gut bis sehr gut. Ab und zu dachte ich mir, endlich ist es vorbei, denn so lange hatte ich schon keinen depressiven Schub mehr gehabt. Genau genommen habe ich am 6. Juli meinen letzten Eintrag zu meiner Krankheit geschrieben, da wo sie wieder versucht hat mich nach unten zu ziehen.

Gestern Abend war es leider so weit.

Wieder ohne Vorwarnung ging es mir in kürzester Zeit schlecht, so richtig mies.  Es ging so weit, dass ich auf dem selbstzerstörerischen Trip wieder war. Webseite löschen (macht ja keinen Sinn!), Verkauf der Kamera und der Objektive einleiten (bin kein guter Fotograf!) Löschen von allem Bildmaterial (ist alles Mist und interessiert keinen!).

Das es nicht dazu gekommen ist lag nur daran, dass es zeitlich der vorgerückte Abend war. Ich schaltete den Computer aus nahm meine Medikamente und ging mit all den negativen Gedanken ins Bett. Dort lag ich noch eine Weile wach und die Tränen liefen einfach so runter.

Wer bin ich schon? All die Dinge, die meine Person ausmachen, wurden in negative Gedanken verwandelt. Ich kann nichts, ich bin nichts wert und warum sollte ich überhaupt mich anstrengen. Es funktioniert sowieso nichts.

Heute am Vormittag danach geht es mir unwesentlich besser. Ich wollte mit meiner Frau einen Spaziergang machen, aber schon nach 100 Meter brach ich diesen ab. Die Depression bei mir schlägt sich sofort auf meinen Körper nieder. Kurzatmigkeit, Herzrasen und zu keiner (wirklich keiner!) körperlich Leistung mehr in der Lage. Das Ergebnis davon, weiter Vorwürfe gegen mich selbst. Nicht mal mehr dazu bin ich in der Lage.

Das was ich aber heute noch konnte ist die Lage fotokünstlerisch darzustellen. Was ihr hier seht ist die Depression, wie sie alle positiven Gedanken aufsaugt und verbrennt, was bleibt ist eine dunkle Umgebung, die mich immer weiter runterzieht. Jeder Versuch etwas dagegen zu unternehmen, wie der Spaziergang, wird in dieses höllische Feuer dieser Krankheit gezogen und verbrannt, körperlich und geistig.

depression

Ich werde mich gleich auf die Couch legen und versuchen es wegzuschlafen, was nicht immer funktioniert, alle anderen Möglichkeiten habe ich schon probiert, ohne Erfolg. Ich hoffe das dieser Schub langsam weniger wird und nicht die 100% erreicht, das wäre … so weit will ich gar nicht denken.

4 Antworten auf „Depression: Mit Tränen in den Schlaf.“

Der Matthias sagt es schon. 🙂 Mein Freund bist Du auch. Du bist wichtig, deine Persönlichkeit, kurz: alles, was Dich ausmacht. Komm gut durch die Tage mein Freund. Wünsche Dir alles Gute und viel Kraft! 🤟💚🔥

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