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Depression: Schuldig ?

In den ganzen Jahren, die ich nun mit meiner Depression kämpfe, kam immer wieder der Gedanke hoch, dass ich selbst Schuld bin an meiner Situation.

Ich muss mich mehr anstrengen. Die Trennung von meiner Familie (Eltern und Brüder), war das nicht übertrieben? Nach der der Diagnose von PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) mit schwerer Depression, habe ich mich darauf ausgeruht? Nach Klinikaufenthalten und immer noch andauernden ambulanter Therapie, müsste doch die Sache endlich geregelt sein.

Diese und ähnliche Gedanken kommen immer wieder hoch. Also sie gehen immer in die Richtung, dass ich Schuld bin an meiner Situation. Doch ist dem so?

Heute wo es mir gerade gut geht, kommt ein klares Nein zu diesem Thema. Ich, habe mir das nicht ausgesucht. Ich bin krank! Das was da in meinem Kopf in solchen Situationen abläuft ist ein Teil dieser Krankheit. Die immer wiederkehrende Schuldfrage. Doch in den guten Tagen weiß ich, dass nicht ich Schuldig bin, sondern die Krankheit mir wieder versucht diese Gedanken bei mir einzupflanzen. Manchmal funktioniert es auch heute noch.

Das ist dann der Beginn der Abwärtsspirale, die mich dann sehr schnell nach unten zieht und alles nur noch negativ betrachtet wird, was mein Leben betrifft.

Depression

Ich bin krank! Ich habe eine Krankheit, die man nicht sehen kann. Das trifft immer wieder auf Unverständnis von außerhalb. Doch trotz dieser Krankheit kann/darf ich Lachen und mich am Leben erfreuen … in den guten Tagen. Ich bin froh darüber, also freut euch mit mir.

2 Antworten auf „Depression: Schuldig ?“

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