Depression: Was fühlt ein depressiver Mensch? Teil 2020/14

Alte Grenzen überwinden.

Sich der eigenen Depression zu stellen hat zwangsläufig auch etwas damit zu tun, Grenzen zu überwinden und auch neu zu setzen. Meistens sind es Grenzen, die uns gesetzt wurden, oder wir uns zum Selbstschutz gesetzt haben. Diese wurden für mich zu einem Schutz. Einem Schutz vor der eigentlichen Wahrheit. Gedanken was hinter diese Grenze sein mag, wurden im Keim erstickt. Ich lebte jahrzehntelang innerhalb dieser Grenzen.

Durch Therapie und Medikamente habe ich einen Teil dieser Grenzen durchbrochen. Doch wie dieser alte Stacheldraht auf dem Bild, so halten mich immer wieder Teile dieser Grenzen zurück. Zu lange habe ich hinter diesem Zaun gelebt. Ich lebte in einer Wahrheit, die eigentlich eine Lüge ist. Wenn man sich es lang genug selber erzählt, glaubt man irgendwann auch daran. Die Stacheln des Zaunes bohren sich schmerzhaft in meinen Körper.

Depression

Oft hält mich der Zaun dieser imaginären Grenze fest und je mehr ich mich dagegen wehre, desto mehr fühle ich mich verletzt. Denn bei jedem Versuch diese Grenze der Lügen zu durchbrechen wird mir schmerzhaft bewusst, was die eigentliche Wahrheit ist und das tut verdammt noch mal weh.

Manchmal brauche ich dann etwas Ruhe, um Kraft zu schöpfen, um dann einen neuen Versuch zu starten diese Grenze zu überwinden. Ich gebe nicht auf und aus Verletzungen werden eines Tages nur noch Narben da sein. Sie werden mich daran erinnern was ich geschafft habe!

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