Fotografie: Leben und Tod, makrophilosophisch betrachtet.

Als ich diese beiden Fotos geschossen habe, war es sehr windig. In beiden fällen saßen die Protagonisten jeweils auf einem Maisblatt, welches sich stark hin und her bewegte. Die beiden Szenen lagen nur wenige Meter auseinander. Also mit einer Hand versuchte ich die Blätter ruhig zu halten und mit der anderen Hand wurde die Kamera mit dem 60mm Makro bedient. Das Ergebnis seht ihr hier:

Makrofotografie

Makrofotografie

Später daheim am Rechner, kam mir dann dieser philosophische Ansatz zu den Fotos:

Wie nahe liegen Leben und Tod beieinander? In einem Moment ist noch alles in Ordnung, man lebt sein Leben und geht seinen täglichen Dingen nach. Macht sich Gedanken wohin es im Sommer in den Urlaub geht. Fragt sich ob man es schafft diesen Job noch länger zu behalten. Denkt über die Schulsituation der Kinder nach und einkaufen muss man heute auch noch.

So viele Gedanke, so viele Überlegungen und im nächsten Augenblick ist alles anders. All diese Gedanken/Sorgen werden hinfällig. Denn der Tod ist da. Plötzlich und unerwartet. Nichts ist so wie es war und wird es auch nie wieder.

Doch was mache ich mit dieser Info? Manche sagen „Genieße dein Leben solange du kannst!“ „Nimm mit was du kriegen kannst!“ usw.

Für mich ist es eher der Ansporn mein Leben bewusst zu leben! Sich mit dem eigenen Leben auseinander zu setzen und schauen, wo meine persönlichen Prioritäten liegen. Manchmal ist auch eine Neuausrichtung nötig, da man sich verrannt und das Wesentliche aus den Augen verloren hat. Und damit meine ich nicht Macht und Reichtum.  

Zuhören und da sein für andere Menschen. Sich selber nicht immer so wichtig nehmen. Schauen ob man anderen Menschen helfen kann. Bin gesegnet mit meiner Familie und Freunden und darf dafür dankbar sein. Lebe im Luxus, wenn ich mich in dieser Welt so umsehe. Wo kann ich etwas abgeben an Menschen, denen es nicht so gut geht?

Ja ich möchte bewusst mein Leben leben und dafür ist der Gedanken an den Tod hilfreich. Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe eher Angst davor Chancen verpasst zu haben, um für andere da zu sein weil ich zu egoistisch war.

Also überlege ich jetzt und hier, was ich tun kann und ich habe schon eine Idee. Der Gedanke an den Tod bringt mich dazu, intensiver über mein Leben nachzudenken.

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