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Fotografie: … und meine Meinung zum Thema Bildbearbeitung.

Bildbearbeitung, ein Thema innerhalb der Fotografie, welches durchaus zu hitzigen Diskussionen führen kann (nicht zwangsweise muss). Gerade wenn es darum geht, wenn Teile des Fotos komplett ausgetauscht werden, oder das Foto soweit verfremdet wird, dass an dem Endergebnis man die eigentliche Fotografie nicht mehr erkennt.

Doch warum wird darüber überhaupt diskutiert, frage ich mich. Geht es wirklich um das jeweilige Bild oder nur das es technisch eben kein „richtiges“ Foto mehr ist? Was das auch immer bedeuten mag.  

Wie ist nun meine Meinung dazu?

Bei mir gibt es da keine Ab/Ausgrenzung. Was für mich am Ende des Tages wichtig ist, dass mir das Endergebnis von meinem Foto mir gefällt. Dabei ist es mir egal ob ich das Foto „out oft he cam“ lasse, oder es soweit verändere, dass ein Foto als Foto nicht erkennbar mehr ist. Was für mich zählt ist das Ergebnis, was auch nicht jedem gefallen muss.

Deswegen gehe ich mit diesem Thema ziemlich entspannt um. Denn ich kenne und habe beide Versionen in meinem Portfolio. Was als „Verfälschung“ genannt wird sehe ich aus der Sicht vieler Maler. Mein Foto ist in diesem Fall meine „Skizze“ die dann per Bearbeitung (wie die Farbe beim Maler) verändert wird, bis das Bild (nicht das Foto!) fertig ist.

Und nun zu einigen Beispielen aus meinen letzten Tagen die ich mit meiner Kamera unterwegs war. Einige sind unwesentlich bearbeitet, andere total verfremdet und ich mag beides!    

Hier schaut man auf ein Bild was relativ wenig bearbeitet wurde, man könnte es also ein Foto nennen.

Noch eine einfache Bearbeitung indem man das RAW in Schwarz-Weiß umwandelt und noch etwas am Kontrast regelt. Auch hier kann man wohl noch von einem “Foto” sprechen.

Hier hab ich nicht nur stärker an diversen Reglern gedreht, sondern mit einem Bildbearbeitungsprogramm das Foto als ein “Gemälde” umgewandelt. Also jetzt ist es ein Bild, aber kein Foto mehr?

Dieses Kreuz habe ich gestern auf einem Weg in einem Stadtpark gefunden, nicht selbst hingelegt! Also fotografiert und später daheim versucht dieses irgendwie besser hervorzuheben. Doch da kaum Unterschiede zwischen Kreuz und Asphalt sind, habe ich mich für eine “dramatische” Veränderung entschieden. Also ist es jetzt “nur” ein Bild?

All diese Bilder/Fotos mag ich so wie sie sind. Dabei macht es mir persönlich viel Spass am rumexperimentieren mit den diversen Bildbearbeitungsprogrammen. Für mich zählt das Endprodukt, ob nun ein “richtiges” Foto, oder “nur” ein Bild. Mir muss es gefallen in erster Linie. Sicher zeige ich die diversen Fotos/Bilder auf dieser Webseite, oder auch auf Twitter. Aber mir ist auch klar, das nicht jeder damit was anfangen kann. Aber das ist ok, wäre schon schlimm wenn jeder so ticken würde wie ich. Dann doch lieber die kreative Vielfalt.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spass beim Fotografieren und auch beim Bearbeiten der Fotos.

Es zählt die Freude an diesem Hobby!

5 Antworten auf „Fotografie: … und meine Meinung zum Thema Bildbearbeitung.“

Moin Holger,

man denkt zu viel darüber nach, was andere Menschen denken. Und das bremst einen doch immer nur aus. Heißt nicht, dass man nicht über andere Meinungen nachdenken soll. Aber man sollte auch seinem Weg treu bleiben und das machen, was einem gefällt und Spaß macht. Sonst sind wir auch nur Lemminge am Ende 🙂 und machen das was der breiten Masse gefällt. Natürlich kann man dem Austausch von Himmel und Co. kritisch gegenüber stehen. Oder auch mancher Bildbearbeitung. Die muss mir nicht gefallen. Am Ende muss es dir gefallen und du must dazu stehen.

Gruß

Markus

Lieber Holger,

Austausch von ganzen Bildteilen ist für mich Kollage oder Fotomontage.

Ansonsten ist bei mir in der digitalen Dunkelkammer so ziemlich alles erlaubt. Früher in der analogen Dunkelkammer wurde auch experimentiert.

So hat jeder irgendwann seinen ganz bestimmten Style. Bei Dir geht es meiner Meinung nach immer etwas Richtung dunkel, wenn man Deine Hintergründe kennt, kann man das sehr gut nachvollziehen.

Ander mögen es knallbunt, andere hell …

Hauptsache es macht Spaß, bringt einem auf andere Gedanken, so soll Hobby sein. Alles andere ist harter Beruf und den habe ich schon auf anderem Gebiet.

P.S.: Wie schätzt Du eigentlich meinen Bildstyle ein, würde mich brennend interessieren.

LG Bernhard

Dein Bildstil, eine nicht einfache Frage. Ich würde ihn als “experimentell” ansehen, da du immer wieder mit eigentlich “unmöglichen” Objektiven unterwegs bist.

So schätze ich deinen Stil ein. Für mich immer wieder interessant was technisch möglich ist und das auch noch zu einem schmalen Euro!

Gruss

Holger

Hi Holger,
oh ja, das ist eine alte und auch unendliche Frage bzw Diskussion.
Für meinen Teil bin ich bei Dir und Bernhard. Es ist schon richtig, ein Bild sollte gefallen. Punkt.
Komplette Teile austauschen ist dann schon Composing und darf dann aber auch so beschrieben werden. Die Arbeiten in der digitalen Dunkelkammer zum Ausbelichten eines RAW sind im Prinzip ja auch schon Bildbearbeitung und wenn dann ein paar störende Elemente weggestempelt werden erst recht.
Bei mir selbst bleibt es in den allermeisten Fällen bei letzteren.
RAW, nach gefallen ausbelichten, evtl. zurecht schneiden und wenn nötig ein paar Teile retuchieren.
Ich denke auch die Art der Bearbeitungen hängt viel vom Verwendungszweck ab. Auch gibt es viele Leute die enfach Spass daran haben Fotos nach allen Möglchkeiten der Technik zu bearbeiten/verfremden und dann ist auch gut so, dafür gibt es diese Möglichkeiten ja zum Glück.

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