Fuji, Canon, Nikon und warum ich weiter mit Olympus fotografiere.

In diesem Monat werden wieder neue Kameras von den namhaften Herstellern vorgestellt. Einige Dinge sind schon durchgesickert, um die Fans bei Laune zu halten. Auch ich habe mir überlegt, ob es jetzt zu einem Systemwechsel bei mir kommen könnte.

Ich bin froh im Gegensatz zu früher nicht immer dem Bauchgefühl nachzugeben. Das was bis jetzt bekannt wurde klingt sicher interessant, doch mir stellt sich dabei die wirklich wichtige Frage: Würden durch eine neue Kamera auch meine Bilder besser werden?

Und da kommt von mir ein klares Nein! Die Kameras, die es heute auf den Markt gibt, sind ja keine schlechten Kameras. Ich selber habe eine super gute Olympus OM-D E-M1 Mark III und die macht wirklich gute Bilder.

Doch wie können dann meine Bilder besser werden, wenn nicht durch eine neue Kamera? Für mich gibt es da zwei Lösungsansätze:

Der erste und für mich wichtigste wäre, aus meiner Komfortzone mal rauszugehen. Landschaftsbilder mal versuchen über einen anderen Blickwinkel aufzunehmen. Insgesamt den Blickwinkel auf die Dinge zu verändern, egal ob Landschaft, Detailaufnahmen oder auch People-Shooting. Denn wenn ich mich da nicht weiterentwickle, hilft mir auch keine neue Kamera, egal wie der Hersteller heißen mag.

Der zweite Lösungsansatz wäre vielleicht eher in ein anderes Objektiv zu investieren, was man derzeit vielleicht gar nicht verwenden würde. Denn damit schaue ich auch über meinen persönlichen Tellerrand hinaus. Dabei gibt hier auch eine große Bandbreite, die man ausprobieren kann. Vom guten Altglas-Objektiv mit Adapter, über preisgünstige Dritthersteller, bis zu den Premium-Objektiven ist alles dabei.

Also wird auch dieses Jahr kein Systemwechsel hier geschehen. Wie gesagt, stellt euch einfach die Frage, bringt eine neue Kamera für mich den wirklichen Mehrwert, sodas meine Fotos besser werden?

Schreibt mir eure Meinung in den Kommentarbereich.

Ich bin gespannt.

3 Kommentare

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Servus Holger!

Natürlich legt der Kamera-Body einige grundlegende Dinge fest. So bestimmt er über Sensor (und damit Auflösung, Rauschverhalten), Prozessor (Verabeitungsgeschwindigkeit) und das AF-System. Die neuen Kameras unterscheiden sich aber nur in Nuancen. Viele Kamera-Updates sind kleine Verbesserungen, bringen aber nicht DEN großen Sprung. Wer eine bestimmte Funktionalität BRAUCHT, der wird aktualisieren. Wer durch ein Update hofft, bessere Fotos zu machen, setzt hier – und da bin ich absolut bei dir – am falschen Hebel an.

Die beste Weiterentwicklung bei der Qualität der Fotos erreicht man durch Einschränkung. Je weniger zur Verfügung steht, umso kreativer muss man im Umgang mit seinem Equipment sein. Dabei lernt man so viel über Perspektive, Komposition, Bildaufbau, Farben, Schatten, Kontraste usw.

Wer bereits tolle Fotos schafft, aber unter einer mangelnden Bildqualität leidet (oder bestimmte Fotos mit dem Equipment tatsächlich nicht machen kann), der investiert am besten in (hochwertige) Objektive. Da ist bezgl. Qualität am meisten zu holen. Die Fotos werden hier abbildungstechnisch besser, aber nicht qualitativ. Eine miese Komposition wird nur besser abgebildet, bleibt aber trotzdem mies 🙂

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Systemwechsel ergibt in den wenigsten Fällen Sinn. Man muss hauptsächlich an sich selbst arbeiten, um bessere Fotos zu erreichen.

In diesem Sinne, immer gut Licht!
LG Norbert

Grundsätzlich gibt es die Frage wad ist ein gutes Bild.
Das kann ich sogar mit einer Lochkamera erreichen, je nachdem ob mir meine Gemeinde folgt die meine Bilder gut findet..
Wichtig ist der Blick des Fotografen und was er daraus macht.
Gute Bilder werden erreicht durch Einstellungen von Blende und Zeit in abhängikeit der Film/ Sensorempfinflichkeit. Der rest ist nur ein Werkzeug mit dem man mehr oder weniger gut arbeiten kann.
Deshalb ist es nicht wichtig immer den letzten Schrei zu haben. Meist kommt man heute auch mit einer älteren Kamera noch sejr weit.
Ausder man macht nur extreme Photos.
Ausserdem hilft einem auch noch das Labor/ Bildbearbeitung .

Bei mir hat sich der Wechsel tatsächlich gelohnt. Du weißt dass ich mit Olympus angefangen habe und ich habe diese wunderbare Kamera natürlich auch immer noch und werde sie behalten. Allerdings fotografiere ich anders und meiner Meinung nach besser seit ich meine Fuji habe. Ich mag sie noch lieber anfassen und liebe es, mich mit ihr auseinander zu setzen. Sie ist viel langsamer als die Olympus, klobiger, kein Stabi, das Display ist grottig, der Sucher winzig und trotzdem mache ich mit ihr die besseren Fotos, da ich mich mehr mit den Bildern auseinander setzen MUSS. Bei der Olympus kann ich mich mich dagegen immer auf den AF und die Gesichtserkennung und Stabi verlassen und ich nutze sie gerne für Makros, alleine schon des 60er’s wegen. Aber das ist alles Geschmackssache und kommt auf die Art der Fotografie an. Bei mir war es die Gelegenheit mir einen kleinen Traum zu erfüllen, als die Olympus gezickt hat und ich bin froh diesen Weg gegangen zu sein.

So genug Text…

Liebe Grüße aus Bremen
Sven

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