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art of me

Meine musikalischen Erinnerungen.

Bewusst mich für Musik zu interessieren habe ich wohl so im Alter von 10-12 Jahren. In dieser Zeit, die persönlich nicht positiv war für mich, wurde die Musik zum ständigen Begleiter.

Na klar wurde dann ab einem gewissen Alter vor dem Radio gehockt, um die Lieblingssongs auf eine Kassette zu bannen. Angefangen mit 60 Minuten Spieldauer, dann die 90 Minuten-Kassetten.

Die 120er waren unbeliebt, da sie meiner Meinung nach „dünner“ waren, also das Band selber. Denn mit den wenigen Exemplaren, die in meinem Besitz waren, hatte ich mehr „Bandsalat“ als mit den anderen. Zudem musste man viel zu lange vorspulen, um einen Freund den neusten Song der Lieblingsband vorzuspielen.

Nicht zu vergessen, vor der Aufnahme mit Hilfe eines Bleistiftes, oder auch einem Kugelschreiber, das Band manuell vorspulen, bis das eigentliche Aufnahmeband unter dem Tonkopf vom Kassettenrekorder saß. Ach ja, der Tonkopf musste natürlich auch hin und wieder vom Abrieb und Staub gereinigt werden. Wattestäbchen und reiner Alkohol waren da meine kleinen Helferlein.

Und wenn es doch mal zu einem Bandsalat kam und ein Teil des Bandes unbrauchbar wurde, hat man diesen Teil herausgeschnitten und die beiden Enden mit Tesa wieder verbunden. Ja so war das damals.

Bei den normalen Radiosendungen, wo man dann seine Lieblingssongs aufgenommen hat, waren manche Moderatoren „nervig“. Denn diese quatschten am Ende des jeweiligen Songs viel zu früh wieder rein. Oh Mann, das war Stress pur! Entweder etwas zurück spulen, dann passend mit Play an die Stelle kommen, wo der Idiot reingesabbelt hat und in einer Millisekunde die Stopp-Taste gedrückt. Dann ohne Radio dann die Aufnahme betätigt und einige Sekunden Pause eingespielt. Noch mal zurück spulen, anhören und hoffen man hat es beim ersten Mal richtig hinbekommen.

Ende der 1970er Jahre kam dann für mich der völlige musikalische Wahnsinn, und zwar aus Essen. Dort wurden in der Grugahalle die legendären Rockpalastnächte live und parallel über das Radio und auch Fernsehen(!) übertragen. Was für eine Zeit. Da gaben sich die ganz Großen im Rockgeschäft die Klinke in die Hand. Da wurde die Nacht zum Tag, ok, ich musste leise mit den Füßen stampfen, sonst wären mir meine Eltern aufs Dach gestiegen. Aber man muss sich mal vorstellen, im Schnitt drei Bands/Interpreten, die jeweils ein komplettes Konzert gaben. Da konnte schon das Morgengrauen kommen bis so eine Rocknacht vorüber war. Am Fernseher sehen und am Radio aufnehmen, das war damals für mich ein Pflichtprogramm.

Dann irgendwann, Anfang der 1980er Jahre, kam dann die CD auf den Markt später dann MP3-Player und jetzt sind wir bei den Streaming Diensten angekommen. Doch diese Zeit, als man darauf achtete das man wegen der Qualität lieber zu einer Chromdioxyd-Leerkassette griff, werde ich nie vergessen!

alte Audio Kassette

Was verbindet ihr mit dieser Zeit ?  Welche Musik war damals “eure” Musik ? Ich würde mich über Kommentare freuen.  

2 Antworten auf „Meine musikalischen Erinnerungen.“

Schön hast Du die Kassetten-Zeit beschrieben! Radiosendungen mitschneiden! Bei mir war das immer der Zündfunk im BR – sagenhaft neue Musik, die es da immer reinspülte! Und an die Rocknächte kann ich mich auch noch erinnern!
Hast Du Dir auch immer selber Kassettencover gebastelt? Collagen aus Zeitungsbildern und selbstgemalten Band-Logos? 🙂

Hallo Oliver

Cover für die Kassettenhüllen selber machen war auch ein “Muss”.
So konnte man gleich sehen welche Musikrichtung auf dem Band war. 🙂

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