Fotografie: “Nur ein Foto, aber das reicht doch schon!”

Ich war ein wenig mit der Kamera unterwegs. Hatte kein klares Ziel vor Augen und habe neben einem kleinen Bach geparkt. Nach wenigen Schritten vom Auto entfernt, habe ich mich schon hingesetzt. Die Kamera blieb erstmal in der Tasche.

Ich saß dort eine geraume Weile und sah mir an was ich oft erst mit den Ohren wahrgenommen hatte. Ein Summen und Brummen lag in der Luft. So viele Insekten allein in meinem Einzugsbereich, schon fantastisch.

Im Gegensatz zum frühen Morgen, wo man Insekten verhältnismäßig leichter fotografieren kann da sie noch im Ruhemodus an Halmen und Blüten hängen, ist gerade gegen die Mittagszeit das Fotografieren von Insekten schwieriger. Die kleinen Tiere sind dann nämlich sehr aktiv und lassen einen auch nicht unbedingt nahe herankommen.

In solchen Situationen setze ich mich erst einmal hin und warte bis sich die Insekten daran gewöhnt haben, dass ich nun mitten in ihrem Lebensraum sitze. Dann hole ich meine Kamera langsam hervor und warte weiter. Das kann durchaus länger so gehen. Denn wie gesagt, jede Bewegung von mir wird als Störfaktor von den Tieren wahrgenommen.

Aber wenn man geduldig ist, kann es sein, dass man mit einem schönen Foto belohnt wird. Wie es mir gelungen ist. Es war nur eine Libelle, die nahe genug in der Mittagssonne sich in meiner Nähe etwas ausruhte. Nur eine Libelle, nur ein Foto und der Tag war ein sehr guter Tag!

Libelle

Nur wenige Sekunden nach dieser Aufnahme war der Jäger der Lüfte wieder fort. Ich bleib noch eine Weile am kleinen Bach sitzen, aber kein weiteres Insekt kam soweit in meine Nähe, das ich es mit meinem 12-40mm Objektiv hätte einfangen können. Sicher mit einem Macro-Objektiv hätte man vielleicht noch eine bessere Aufnahme geschafft, aber ich bin zufrieden und das alleine zählt.

2 Kommentare

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Hallo Holger,
bei solchen Fotos geht mir immer das Herz auf – eine tolle Aufnahme.
Auch hier zeigst du mal wieder eindrucksvoll, dass man auch mit “einfachen” Mitteln sehr schöne Fotos machen kann, denn alles was man zusätzlich noch braucht, ist etwas Geduld und die nötige Ruhe und Gelassenheit.

Moin Holger,

ein tolles Foto!
Viel besser wäre es mit dem Makro vielleicht auch nicht geworden. Mit dem 12-40 mm kommt man schon nah dran. Das Makro hat da nur einen sehr geringen Schärfenbereich und es braucht schon mehr Übung, diesen genau zu platzieren.
So hast Du einen Moment in der Natur perfekt für Dich abgespeichert.

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